HospizHilfe Cottbus e.V.

Die HospizHilfe Cottbus e.V. wurde im November 1997 als Verein zur Förderung des StadtHospiz Cottbus sowie der Palliativmedizin und Pflege gegründet. Inzwischen gilt die Förderung ganz allgemein der Hospizarbeit und den damit verbundenen Aspekten. Die Leitlinien ihres Wirkens sind in der Präambel der Satzung verankert, in der es u.a. heißt: Im Mittelpunkt der Hospizarbeit steht der sterbende Mensch und die ihm Nahestehenden. Sie benötigen gleichermaßen Aufmerksamkeit, Fürsorge und Wahrhaftigkeit. Die Hospizbewegung betrachtet das menschliche Leben von seinem Beginn bis zu seinem Tode als ein Ganzes. Sterben ist Leben – Leben vor dem Tod. Die Hospizarbeit zielt vor allem auf Fürsorge und lindernde Hilfe, nicht auf lebensverlängernde Maßnahmen. Diese lebensbejahende Grundidee schließt aktive Sterbehilfe aus. Das Hospiz in seinen vielfältigen Gestaltungsformen übernimmt eigenständige Aufgaben im bestehenden Gesundheits- und Sozialsystem. Zur Hospizarbeit gehört als wesentlicher Bestandteil der Dienst Ehrenamtlicher. Sie sollen gut vorbereitet, befähigt und in regelmäßigen Treffen begleitet werden. Durch ihr Engagement leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zur Teilnahme des Sterbenden und der ihm Nahestehenden am Leben des Gemeinwesens. Die Hospiz Mitarbeiter verfügen über spezielle Kenntnisse und Erfahrungen der medizinischen, pflegerischen, sozialen und seelischen Beeinflussung belastender Symtome, die das Sterben begleiten können, z.B. in der Schmerzbehandlung.

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Hospizbewegung

Die Hospizbewegung reicht in der geschichtlichen Entwicklung bis in das Mittelalter zurück, wobei die Wurzeln bereits in den Anfängen des Christentums zu suchen sind. Auf der Tugend der Gastfreundschaft gegenüber dem Fremden und Hilfsbedürftigen gründete sich bereits 1113 der Souveräne Ritterorden vom Hospital des Hl. Johannes zu Jerusalem. Später richteten Klöster Hospize (lat. hospitium – Herberge) für Pilger und Hilfsbedürftige ein, die sich zumeist an Wegen oder Orten befanden, wo erschöpfte Reisende, aber auch Kranke und Verletzte Schutz und Stärkung fanden. Mitte des 20. Jahrhunderts griff die Ärztin, Krankenschwester und Sozialarbeiterin Cicely Saunders in England diesen mittelalterlichen Hospizbegriff wieder auf und eröffnete 1967 in London das St. Christopher´s Hospice. Ausgangspunkt ihrer Initiative war die Situation sterbender Menschen, besonders der Tumorkranken, die oft unter unerträglichen Schmerzen die letzten Tage und Wochen ihres Lebens zubringen mußten. Cicely Saunders bemühte sich ebenso um die Weiterentwicklung der Palliativmedizin (lat. palliare = mit einem Mantel bedecken, im medizinisch Sinn: lindern), besonders der Schmerztherapie. Sie trug dadurch wesentlich dazu bei, daß diese zu einem bedeutsamen Bestandteil der Hospizarbeit wurde. Die Hospizidee verankerte sich erst rund anderthalb Jahrzehnte später, Mitte der achtziger Jahre, in Deutschland. Einer der Gründe für die zögerliche Aufnahme mag wohl in der befürchteten Ghettoisierung des Sterbens gelegen haben. Letztlich war es wie stets das große Engagement von Einzelnen und Gruppen, die zu den ersten Hospizeinrichtungen führten. Ihr starker Einsatz erwuchs nicht selten aus tiefer Betroffenheit und wurde gerade dadurch zur glaubwürdig gelebten Option für das Leben in Würde bis zuletzt.

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Finanzierung

Die Kosten im StadtHospiz Cottbus werden durch eine Mischfinanz- ierung der Krankenkassen und Pflegekassen sowie der Patienten, bzw. ihrer Angehörigen aufgebracht. In speziellen Fällen leisten auch Sozial- und Versorgungsämter Beihilfen.Da jedoch nur 90 Prozent der Bedarfssätze auf diese Weise finanziert werden, müssen 10 Prozent durch die Hospize und ihre Vereine in Form von Spenden, Mitgliedsbeiträgen, ehrenamtliche Arbeit oder sonstige Zuwendungen erwirtschaftet werden. Diese erhebliche Eigenleistung ist nur durch ein umfangreiches Engagement vieler Menschen denkbar. Daher sind wir auf Ihre Bereitschaft zur Mitgliedschaft und zur Spende an- gewiesen. In einer Zeit, in der individueller Lebensgenuß einen hohen Stellenwert besitzt, setzt die Begleitung schwerstkranker Menschen und deren Angehörigen ein Zeichen der Besinnung und Menschlich- keit. Unterstützen Sie uns und die Menschen, die unsere Hilfe dringend benötigen.

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Mitgliedschaft

Wir brauchen Sie. Als Mitglied zur Unterstützung und Förderung des StadtHospiz Cottbus. Es lohnt sich auf jeden Fall. Denn auch Sie können plötzlich und unerwartet in eine Notsituation geraten. Um die stationäre Hospizversorgung wirkungsvoll aufrechterhalten zu können ist Ihre Hilfe gefragt. Jeder kann Mitglied der HospizHilfe Cottbus werden, der bereit ist, den Zweck des Vereins durch regelmäßige finanzielle Beiträge zu fördern. Bei einem Mindestbeitrag von € 30,00 im Jahr können Sie die Höhe jeweils selbst bestimmen. Der Verein ist beim Finanzamt Cottbus als gemeinnützig und mildtätig anerkannt und in das Vereinsregister beim Amtsgericht Cottbus eingetragen. Mitgliedsbeiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

Spendenkonto bei der Sparkasse Spree-Neiße.
IBAN: DE43 1805 0000 3111 1022 88 BIC: WELADED1CBN

 

Verein zur Förderung der Hospizarbeit
sowie der Palliativmedizin und Pflege
Ansprechpartner: Ullrich Wallenburg,
Telefon: 0171-4330162
Büro: Bahnhofstraße 62, 03046 Cottbus
Telefon: 0355-3815261, Telefax: 0355-3815231
E-Mail: wallenburg@t-online.de