Thema:
… daher gibt es auch kein damit vergleichbares Reglement. Angehörige und Freunde der Hospizgäste gehen in dieser Stätte ein und aus, sind an der Pflege beteiligt und werden ihrerseits durch das Hospiz unterstützt. Im Hospiz steht nicht die Genesung im Vordergrund, sondern die Absicht, dem Menschen das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Und das ist mehr, als man gemeinhin glaubt, in einer Situation leisten zu können, in der medizinisch nicht mehr geheilt werden kann. Die Möglichkeiten der Hospizpflege sind vor allem für jene Patienten gedacht, die keine Angehörigen haben, oder es trotz tatkräftiger Unterstützung durch die Familie und den Amulanten PalliativDienst nicht möglich ist, den Menschen in seinem letzten Lebensabschnitt in der vertrauten Umgebung zu belassen. Im Mittelpunkt der Pflege stehen die persönlichen Wünsche sowie die körperlichen, sozialen, psychischen und spirituellen Bedürfnisse des Hospizgastes. Menschenwürdig bis zum Ende leben heißt, möglichst beschwerde- und schmerzfrei sein. Dabei erfährt der Hospizgast neben einer umfassenden medizinisch- pflegerischen Betreuung eine spezielle ärztlich- pharmakologische Schmerztherapie. Palliativmedizinische Versorgung (lat. palliare = lindern) versteht sich als ganzheitliche Zuwendungspflege und hat somit das Ziel, körperliche wie seelische Leiden gleichermaßen zu lindern.
